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auch das Fahrverhalten meines Fahrzeugs, mit Normalreifen bestückt schlitterte es über den Kurs, ungefähr so wie ein Eisstock übers Eis.
Von nun an wurde auf einem richtigen Kurs trainiert. Das machte sich bezahlt. Gleich die erste deutsche Meisterschaft im Oktober 1980 in Ulm konnte ich gewinnen. Damit war ich vom Rennfieber gepackt. Mit meinen Münchner Fahrerkollegen tingelte ich von Rennen zu Rennen. Im süddeutschen Raum wurde fast kein Rennen ausgelassen. Die Münchner Truppe war damals gefürchtet, nicht wegen eines brutalen Fahrstils, sondern weil meistens die Pokale abgeräumt wurden. In dieser Periode wurde sehr viel Zeit für das Hobby aufgewendet. Nächtelang wurde da am RC-Car geschraubt und gebastelt. Ein Motorprüfstand wurde gebaut um die Elektromotoren richtig bewerten und tunen zu können. Ein elektronischer Fahrtregler wurde selbst entwickelt und gebaut. Die Akkus wurden selbst selektiert. Diese Dinge waren in den Anfängen der E-Cars noch nicht ausgereift und selbstverständlich, so dass man wohl oder übel vieles selbst machen musste um vorne dabei zu sein.
Erst mit der Zeit gab es professionelles Zubehör zu kaufen. Da kam es mir gelegen, dass ich 1982 von CS-Electronic gesponsert wurde. Das Hobby konnte dadurch etwas ruhiger angegangen werden, worüber sich besonders mein Geldbeutel freute. In dieser Zeit wechselte ich auch vom Asso auf Schumacher. Es wurden nur noch die wichtigen Rennen gefahren. Im Kampf um den DM-Titel in der EA-Klasse wurde es von Jahr zu Jahr enger. Ich registrierte deutlich, wie die anderen aufholten. Trotzdem reichte es noch bis 1984 den DM-Titel erfolgreich zu verteidigen. Aber schließlich war es Zeit aufzuhören, war ich doch auch nicht mehr der Jüngste im Fahrerfeld.
Im Nachhinein, wenn ich so zurück denke, war es eine schöne und aufregende Zeit. Manch einer wird sich, genauso gut wie ich, sowohl an die geselligen Abende vor den Rennen als auch an die spannenden Wettkämpfe erinnern können. |