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Tamiya hatte bereits 1978 begonnen, 1:12‘er zu produzieren. Die ersten Modelle hatten aber noch eine Plastik-Karosse, die aus etlichen Einzelteilen zusammengesetzt werden musste und kaum einen Zusammenstoß überlebte. Mit dem Golf1 / Renault 5 Turbo kamen dann die ersten Lexan-Karossen und die Autos waren plötzlich nicht mehr nur für die Vitrine. Ab jetzt gab‘s auch brauchbare Fahrwerke. So ist er Weg zu einem Rennmodell nicht mehr weit und mit den Fahrzeugen der Racing-Master Serie, insgesamt drei verschiedenen Chassis mit in Summe sieben verschiedenen Karosserien mit, hat Tamiya auch hier eine ganz ordentliche Palette |
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doch bei genauerem Hinsehen erkennen, dass es sich im Prinzip um ein sehr schlankes, verwindungsfreundliches Chassis handelt, an das die tiefliegende Radioplatte gleich angeformt ist. Dadurch ist der Schwerpunkt nochmal tiefer als bei den AYK-Modellen. Geschickt ist der vordere Rammer mit seiner Unterseite bündig an das Chassis angefügt, es gibt also keine Stufe, an der das Fahrzeug hängen bleiben kann. Der bei Tamiya übliche fünfzellige Fahrakku (bei Sechszellenbetrieb muss ein tamiyaspezifischer Buckelakku eingesetzt werden) liegt |
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längs in der Mitte. |
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Nachlauf = viel Sturz. Dafür kann man die Achse unnötigerweise links und rechts unter- schiedlich einstellen. |
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Das skurril geschnittene Chassis ist von unten absolut eben und auch mit dem vorderen Rammer bündig. |
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Links und rechts neben der Akkuhalterung befinden sich zwei kleine Madenschrauben zur Tweak-Einstellung. Ebenfalls kann man hier sehr schön den längsverschieblichen Servo Saver erkennen, an dem man neben der Feineinstellung der Vorspur auch den Ackermannanteil der Lenkung justieren kann. |
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Die Vorderachse hat eine eigentümlche Geometrie mit sehr viel Spreizung und einem großen Längskrafthebel. Der Nachlaufwinkel kann nur im Kombination mit dem Radsturz aber dafür für jede Seite individuell eingestellt werden. |
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Die Lenkung verfügt über eine interessante Geometrie wie bei einem Kart, und wird über superleichtgängige Stahlkugelgelenke betätigt. Zum Nachrüsten gibt es einen Kugellagersatz für Achsschenkel und Servo Saver. |
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Das Diff ist das nächste “Highlight”, denn es ist ein Kegelraddiff mit einem zweiteiligen Käfig aus Alu-Druckguss und insgesamt vier inneren Kugellagern, sehr aufwändig und leider auch sehr schwer. Es ist nicht sperrbar, soll aber unter Last durch die konische Form der kleinen Ausgleichskegelräder einen Selbstsperreffekt erzeugen (Limited Slip Differential). Nun, die richtigen Sperrdifferentiale arbeiten ja nach einem sehr ähnlichen Prinzip, es könnte also funktionieren. Leider hat das Ganze sehr viel Spiel und der Rundlauf des Hauptzahnrades, das nur am Käfig und nicht auf der Achse zentriert ist, ist entsprechend schlecht. |
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Mit einem enormen |
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Aufwand ist der Regler für die ersten Racing-Master Modelle konstruiert, bestehend aus einem Widerstand, einem riesigen “Mikroschalter” und einem doppelt bronzegelagerten Reglerarm aus Zinkdruckguss. Eine tonnenschwere Konstruktion, die aber liegend und damit sehr |
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tief angeordnet ist. |
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Der Regler mit abgenomenen Hebelarm: Der Zinkdruckguss Zapfen trägt den Schleifarm in Form einer Kupferfeder. Im Chassis und in der oberen Alu-Platte stecken je ein Bronzelager. |
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Die Philosophie des Lola ist also klar: superflacher High-tech Renner mit sehr aufwändigen Detaillösungen. |
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Der mitgeieferte Spoiler wird an der Vorderkante umgefaltet und bietet damit sowohl auf der Ober- als auch auf der Unterseite eine strömungsgerechte Form. |
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© Achim Schulz 2003 |